Eine Meta Custom Audience-Datei aus Google Tabellen vorbereiten

8apps-Team·

Metas Telefonformat ist nicht Googles – dieselbe Nummer braucht zwei verschiedene Hashes. Der Ablauf in Google Tabellen, genau nach Metas dokumentierten Regeln.

Die Falle, wegen der es diese Seite gibt

Wenn du bereits eine gehashte Liste für Google Ads vorbereitet hast und die Spalte nun für Meta wiederverwenden willst: halt. Google dokumentiert E.164 mit führendem +; Meta dokumentiert Ziffern mit Ländervorwahl, und das eigene durchgerechnete Beispiel lautet (650)555-121216505551212ohne Pluszeichen. Hashing ist exakt, die beiden Formate ergeben also zwei unabhängige Digests. Eine gehashte Telefonspalte kann nicht beide Plattformen bedienen. Wenn deine Meta-Match-Rate rätselhaft schlecht war, während Google sauber lief, ist das die erste Sache, die du prüfen solltest.

Metas dokumentierte Regeln, Feld für Feld

Aus Metas Dokumentation zu den Customer Information Parameters:

  • E-Mail: "Trim any leading and trailing spaces. Convert all characters to lowercase." Das ist die ganze Regel – kein Entfernen von Gmail-Punkten, anders als bei Google.
  • Telefon: "Remove symbols, letters, and any leading zeros" sowie "Always include the country code as part of your customers' phone numbers." Nur Ziffern, Ländervorwahl davor, gemäß dem obigen Beispiel.
  • Hash-Kodierung: Hex, Kleinbuchstaben – Metas Doku schreibt "HEX representations… using lowercase for A through F" vor. Ein Digest in Großbuchstaben-Hex ist ein gültiger Hash, der nicht matchen wird.

Der Ablauf in Google Tabellen

  1. Telefonspalte auf Klartext stellen, bevor Daten ankommen – sonst werden führende Nullen und lange Nummern schon beim Einfügen zerstört, bevor irgendeine Formel läuft.
  2. Nach den obigen Regeln normalisieren. Für Telefonnummern: Nicht-Ziffern entfernen, führende Nullen streichen, Ländervorwahl ohne + voranstellen. Für E-Mails: =LOWER(TRIM(A2)).
  3. Mit SHA-256 hashen, Hex in Kleinbuchstaben. Google Tabellen hat keine eingebaute Hash-Funktion – in Googles Funktionsliste findet sich weder SHA256 noch MD5 oder DIGEST –, dieser Schritt läuft also über Apps Script oder ein Add-on.
  4. Gegen Metas eigenen Testwert prüfen. Meta veröffentlicht den erwarteten Digest für john_smith@gmail.com:
62a14e44f765419d10fea99367361a727c12365e2520f32218d505ed9aa0f62f

Hashe genau diese Zeichenkette mit deinem Aufbau. Kommt etwas anderes heraus, repariere die Formel, nicht die Liste.

  1. Als CSV exportieren und hochladen. Halte Roh- und Hash-Spalten getrennt und lösche die Rohspalte aus allem, was du weitergibst.

Ein ehrlicher Hinweis vor dem Upload

Eine gehashte Liste ist pseudonymisiert, nicht anonymisiert – der Zahlenraum hinter einem Telefon-Hash ist klein genug für einen Brute-Force-Angriff, und der Abgleich bei Werbeplattformen verlangt den Hash ungesalzen. Behandle die gehashte Datei mit derselben Sorgfalt wie die rohe; unser Leitfaden zu Hashing und Datenschutz behandelt, was SHA-256 schützt und was nicht.

Wo Hash Data hineinpasst

Hash Data führt das Hashen in der Tabelle aus, wobei die von den Plattformen dokumentierten Normalisierungsregeln pro Spalte angewendet werden statt aus dem Gedächtnis. =HASHPHONE() normalisiert auf E.164 und hasht in einem Schritt – das bedient die Google-formatierte Spalte; für Metas Format ohne Plus normalisierst du nach Schritt 2 und hasht das Ergebnis.

Quellen